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Rolf Morrien

25 Jahre DAX: Teil 2 der Jubiläums-Serie

In der Ausgabe vom 20. Juli 2013 des „Einsteiger-Depots“ konnten Sie den ersten Teil der großen Serie zum DAX-Jubiläum lesen. Darin habe ich Ihnen erläutert, warum der DAX eine große Erfolgsgeschichte ist und auch bleiben wird. Außerdem haben Sie erfahren, dass Sie mit dem DAX in den vergangenen 25 Jahren – trotz einiger Krisen – eine durchschnittliche Jahresperformance von über 8% erreichen konnten.

In der heutigen Ausgabe werde ich Ihnen – wie versprochen – die Unterschiede zwischen einem Performanceindex (z.B. DAX) und einem Kursindex (z. B. Dow Jones) erklären und daraus ableiten, warum Dividenden bei der Aktienanlage ein so wichtiges Thema sind.

Auch finden Sie auf Seite 2 eine Aufstellung der aktuellen 30 DAXWerte mit der Angabe der dazugehörigen Branche, dem jüngsten Aufnahmedatum in den DAX und dem Sitz des Unternehmens. In dieser Aufstellung finden Sie zudem eine Spalte, in der die Indexgewichtung der Unternehmen zu finden ist. Was genau diese Gewichtung für die DAX-Zugehörigkeit bedeutet und wie diese zustande kommt, werde ich Ihnen in dieser Ausgabe ebenso erläutern.
Der Performanceindex: Kursentwicklung + Dividenden

Ein Performanceindex (im englischen auch „total return index“ genannt) wird so berechnet, als ob alle Dividenden und sonstigen Einnahmen aus dem Besitz der Aktien, wie etwa Bezugsrechtserlöse, wieder in die Aktien reinvestiert würden.

Aus meiner Sicht ist das die beste Index-Form. Denn: Auch Sie als Aktienbesitzer erhalten die Dividenden und die Bezugsrechtserlöse. Das gehört zum Gesamtergebnis dazu. Es wäre ja auch unsinnig, eine Anleihe zu bewerten und dabei die Zinserträge zu ignorieren. Der deutsche Leitindex DAX und auch viele andere Aktien-Indizes werden sowohl als Performance- als auch als Kursindex berechnet. Sie können daher sowohl die Index-Entwicklung inklusive der Dividenden als auch die reine Kursentwicklung betrachten.


Der Kursindex: Nur die Kurse entscheiden

Beim Kursindex (auch Preisindex oder im englischen „price index“ genannt) wird der Indexstand ausschließlich auf  Grund der Aktienkurse ermittelt (es gibt nur wenige Ausnahmeregelungen, die in der Börsenpraxis aber keine große Rolle spielen). Dividendenzahlungen sind nicht im Index enthalten. Kursindizes bilden daher nur die reine  Kursentwicklung der im Index enthaltenen Aktien ab. Fast alle bedeutenden Aktienindizes (Dow Jones, Nikkei 225, FTSE 100, CAC 40) berücksichtigen die Dividenden nicht, sind also Kursindizes.

Dividenden als Index-Treiber

Wie in dieser Ausgabe schon beschrieben, wird der DAX sowohl als Performance- als auch als Kursindex berechnet. Wenn in den Nachrichten der aktuelle DAX-Stand thematisiert wird, ist jedoch stets vom Stand des Performanceindex die Rede.

Der DAX als Performanceindex notiert zur Zeit bei rund 8.300 Punkten und der DAX als Kursindex (also ohne Dividenden) bei etwa 4.400 Punkten. Allein daran können Sie erkennen, welch große Bedeutung die Dividenden haben. Der Performanceindex notiert fast doppelt so hoch wie der Kursindex.

Daran lässt sich ebenfalls verdeutlichen, dass ein Höchststand des DAX (Performanceindex) keinesfalls ein Grund ist, nicht in DAX-Werte zu investieren. Aktuell notieren viele DAX-Aktien weit unter ihren Allzeithochs. Die neuen Höchststände des DAX in diesem Jahr waren vor allem dem Umstand geschuldet, dass die im DAX gelisteten Unternehmen in diesem Jahr Rekorddividenden gezahlt haben.

Es lohnt sich also ein Blick auf beide Berechnungsvarianten des DAX (Kurs- und Performanceberechnung). Ebenso soll Ihnen diese Ausgabe des „Einsteiger-Depots“ verdeutlichen, dass Sie – um den Erfolg Ihrer Aktienanlagen beurteilen zu können – nicht nur auf Kursgewinne, sondern auch auf die Dividendenrenditen schauen sollten.

Ich weise an dieser Stelle nochmals darauf hin, dass die Dividenden fast 50% des aktuellen DAX-Performance-
Standes ausmachen. Dividendenstarke Aktien benötigen nur noch kleine Kursgewinne, um ein sehr gutes Gesamtergebnis zu erzielen.

Die Gewichtung der DAX-Werte

Die Werte im DAX werden entsprechend ihrer Streubesitz- Marktkapitalisierung gewichtet. Maßgeblich ist also nicht der gesamte Börsenwert eines Unternehmens, sondern nur der Wert der frei handelbaren Aktien (auch „free float“ genannt) der im DAX vertretenen Aktiengattung.

Festbesitz ist der Besitz von Großaktionären, welche 5% oder mehr der Aktien halten. Dieser bleibt für die Gewichtung  nberücksichtigt. Zum Festbesitz zählen auch eigene Aktien, welche das Unternehmen selbst hält, unabhängig von der Höhe des Anteils. Aufgrund von Kursveränderungen ändert sich die Streubesitz-Marktkapitalisierung fortwährend. Die Gewichtung wird dabei bei jeder sekündlichen Neuberechnung des DAX auf Basis der aktuellen Kurse ebenfalls neu berechnet.

Änderungen des Streubesitz-Anteils werden dagegen von der Deutschen Börse nur zu vierteljährlichen Anpassungsterminen erfasst und fließen erst dann in die Gewichtung ein.

In der folgenden Aufstellung finden Sie auch die Gewichtung der 30 aktuell im DAX gelisteten Unternehmen. Ein besonders hohes Indexgewicht besitzen z. B. BASF, Bayer und Siemens. Wenn sich diese Aktien bewegen, beeinflusst das den DAX besonders stark. Aktien wie K+S oder Lanxess haben dagegen nur einen geringen Einfluss auf den Indexstand.

Das Einsteiger Depot biete Ihnen auf nur 4 Seiten eine Übersicht über die zuletzt empfohlenen Aktien. Außerdem gibt er Hintergrund-Berichte über die jeweiligen Unternehmen und eine ehrliche Einschätzung über die Lage in der Welt. Nach nur 12 Minuten können Sie loslegen und investieren in Ihr Gewinner-Depot!

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